Arbeit am Stein

SEIT ÜBER 10 GENERATIONEN

Am Anfang war der Stein .....

Die Grimms sind bereits in der 10. Generation dem Beruf des Steinmetz verbunden ....

Otto Grimm 1983 in der Rheinpfalz

Georg Grimm, der Firmengründer, war bereits Nachfahre von mehreren Generationen von Steinmetzen aus dem Weiler Zipfen/Lengfeld im Odenwald. Seine Entstehung verdankt Zipfen den Lagerstätten von Sandstein und Basalt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden bayerische Steinhauer von der kurpfälzisch-bayrischen Regierung nach Zipfen geschickt um in den Steinbrüchen des Odenwalds zu arbeiten. Unter ihnen waren  die Vorfahren der Grimms, die im eigenen Steinbruch Rohblöcke zurichteten und das begehrte Material an große Baustelle im Kurpfälzischen Raum lieferten.

Da sie auch gleichzeitig gute Handwerker waren, lieferten sie nicht nur die Sandsteine – sie verdingten sich bald als Steinmetze auf den Großbaustellen der damaligen Zeit.

Vom Steinhauer zum Steinmetz

Die gefährliche und kräftezehrende Arbeit der Steingewinnung überließen die Grimms bald anderen Betrieben. Ab der Jahrhundertwende spezialisierten sie sich auf die handwerkliche Steinbearbeitung. Ihre Werksteine bezogen sie nach ihrer Ansiedlung in der Pfalz   hauptsächlich aus der Region, z.B. am Haardtrand.  Der Steinbruch in Haardt lieferte bereits das Material zum Bau des Speyerer Doms, auch die Grimms waren hier seit 100 Jahren immer wieder auf der Suche nach geeignetem Material.

Das Foto von Otto Grimm zeigt den Haardter Steinbruch in den 1950er Jahren. 

Enkel Holger Grimm entdeckt dieselbe Stelle 70 Jahre später in luftiger Höhe. Die sogenannte Gewinnungssohle liegt inzwischen viele Meter tiefer.

Kulturdenkmale und  öffentliche und private Bauten in der ganzen Pfalz prägen durch das markante Gelb das Erscheinungsbild der Region, vom Pfälzerwald bis zur Rheinebene.


Ob bei der Restaurierung des historischen Bestandes oder bei modernen Bauprojekten, der Pfälzer Sandstein ist immer noch gefragt.  

 

Sandstein aus der Pfalz

Früher unterhielt fast jede Gemeinde einen Steinbruch, am Haardtrand gab es oftmals mehrere Steinbrüche in einem Ort.

Die Arbeit in den Steinbrüchen basierte bis in die 1950er Jahre auf händischer Arbeit, die entweder im Akkord- oder Stundenlohn vergütet wurde. Im Steinbruch herrschte ein arbeitsteiliger Prozess: 

Ungelernte Arbeiter
verrichteten Hilfsarbeiten und beseitigenden Geröll, Abraum und Erde bis auf den anstehenden Stein.
Steinhauer brachen Steine, formten Werksteine vor, stellten Mauersteine her und brachen Steinblöcke aus der Steinbruchswand.  Dazu mussten die Sprenglöcher in Handarbeit mit einem Bohrmeißel hergestellt werden. Hinein kamen Schwarzpulver und die Zündschnur. Die Sprenglöcher wurden verschlossen und die Sprengungen eingeleitet.
Steinmetze verrichteten Feinarbeiten an Werkstücken, die profiliert oder speziell geformt werden mussten.

In der fünften Generation Sandstein aus demselben Steinbruch

Heute ist die Arbeit im Steinbruch mechanisiert und automatisiert. Schwere Maschinen übernehmen Abbau und Gewinnung, große Steinblöcke werden maschinell vorgerichtet oder z.B.  mit der Diamantseilsäge in Plattenmaterial zerteilt. 

Bei den Grimms ist die Auswahl des geeigneten Materials heute noch immer absolute  „Chefsache“!